08.03.2011
envia TEL modernisiert sein Datennetz – keine Alternative zu Carrier-Ethernet

envia TEL stellt seine Sprach- und Datennetze auf ein Next Generation Network (NGN) um. Dazu wurde mit der schrittweisen Ablösung der SDH-Technik durch ein modernes Carrier-Ethernet-System begonnen.

envia TEL betreibt ein öffentliches Sprachvermittlungsnetz, ein Access-Netz, ein IP-Router-Netz, ein SDH-Netz und ein DWDM-Weitverkehrsnetz. Die Evolution der getrennten Sprach- und Datennetze zu einem einheitlichen paketorientierten NGN erfolgt seit Jahren – mit Zwischenstationen über die Einführung von IP-Routern, einer IP-Sprachvermittlung (Softswitch) und jetzt mit Carrier Ethernet.

Für die Einführung von Carrier Ethernet zum jetzigen Zeitpunkt waren vor allem drei Gründe maßgeblich: Die stark gestiegene Nachfrage der Geschäfts- und Carrierkunden nach paketorientierten Diensten, die kontinuierlich sinkenden Preise für diese Dienste und die wenig effiziente und damit teure Bereitstellung von Ethernet-Verbindungen durch die SDH-Technik.

Bisher sorgte die SDH-Technik für verlässliche Services im Netz, wie sie besonders von Unternehmenskunden gebraucht werden. Die Technik ist bei der Ausnutzung der Bandbreite allerdings deutlich weniger effektiv und erfüllt damit nicht mehr den aktuellen Bedarf nach Ethernet-Schnittstellen. „Unternehmen benötigen typischerweise neben point-to-point, vermehrt auch LAN-Verbindungen über point-to-multipoint z. B. für Standortvernetzungen von Niederlassungen (Private Networks). Deshalb haben wir uns für die schrittweise Einführung eines im Betrieb kostengünstigeren Transport-Systems entschieden“, berichtet Jens Wengenmayr, Leiter des Netz-Bereichs bei envia TEL. Mit Carrier Ethernet sei es gelungen, die Vorteile aus SDH und Ethernet gut zu verbinden.

Ansprechpartner

Romy Naumann-Kluge