22.03.2011
Eutelsat und envia TEL schließen Lücken im Breitbandnetz in Deutschland und Europa

Der enviaM-Telekommunikationsdienstleister envia TEL hat am Dienstag (22.03.2011) eine neue Satelliten-Erdfunkstelle in Berlin an die Skylogic S.p.A., Turin, die Breitbandtochter der Eutelsat Communcations, Paris, übergeben. Mit der Inbetriebnahme werden Lücken im Breitbandnetz in Deutschland und Europa mit einem der leistungsfähigsten Satellitensysteme für Internetkommunikation geschlossen.

Die von envia TEL gebaute und betriebene Anlage befindet sich am Teleport Berlin in der Nähe des Wannsees. Sie ist das Herzstück einer in Europa völlig neuen Bodeninfrastruktur für den Ende Dezember 2010 ins All beförderten Satelliten KA-SAT. Über den Satelliten sollen ab Mitte 2011 rund eine Million Haushalte und Unternehmen in bislang unterversorgten Regionen in Europa mit einem zeitgemäßen Hochgeschwindigkeitsinternet versorgt werden. In Deutschland profitieren davon rund 200.000 Privat- und Geschäftskunden.

Die schwenk- und drehbare Satelliten-Erdfunkstelle ist mit einer rund neun Meter langen Parabolantenne ausgerüstet. Sie sendet ein Internetsignal zum Satelliten KA-SAT. Dieser verteilt das Signal wie ein Spiegel vielfach an Empfangsstationen auf der Erde. Ist der heimische PC mit einer solchen Empfangsstation ausgestattet, kann das schnelle Internet genutzt werden.

„Die Entwicklung der Satelliten-Erdfunkstelle belegt, dass envia TEL über internationales Know-how verfügt. Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Auftraggeber Skylogic das Hochgeschwindigkeitsinternet in bislang unterversorgte Regionen bringen zu können. Davon profitieren auch zahlreiche Haushalte und Unternehmen in Ostdeutschland“, so Stephan Drescher, Geschäftsführer der envia TEL.

Die Anlage ist einer von europaweit acht Standorten und die einzige in Deutschland. Sie ist die zweite Anlage, die in Betrieb geht, alle anderen Anlagen befinden sich noch im Bau. Skylogic hat in das Vorhaben rund fünf Millionen Euro investiert.

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Romy Naumann-Kluge