21.04.2016
Digitalisierung und IT-Infrastruktur: Unsicherheit und Komplexität beherrschbar machen

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen werden durch Herausforderungen wie Digitalisierung, Cloud Computing, Big Data oder Industrie 4.0 verunsichert. Ohne eine bessere Vernetzung geht auch beim Mittelstand nichts mehr und gleichzeitig steigen die IT-Bedrohungen. Geeignete Lösungen sollten zur Unternehmensgröße passen, bei der Risikovorsorge ansetzen und eine geeignete Infrastruktur bieten, sagt die envia TEL GmbH aus Markkleeberg bei Leipzig.

Zunehmende Komplexität: Die Welt wird gefühlt ständig unsicherer, die Umsatzschwankungen nehmen zu, es gibt neue Wettbewerber und der Druck auf Termine und Preise steigt. Dabei werden verlässliche Planungen immer schwieriger. Die Kunden erwarten schnellere Anpassungen bei Produkten und Dienstleistungen, eine höhere Verfügbarkeit und kürzere Reaktionszeiten. Die Abhängigkeit von der IT, vom schnellen Internet und der Datensicherheit nimmt im gleichen Tempo zu.

Steigende IT-Bedrohungen: Aggressive Erpressungs-Trojaner verbreiten sich rasant und legen ganze Unternehmen und Verwaltungen vor allem in Deutschland lahm. Sie nutzen bisher nicht bekannte Schwachstellen (Zero-Day-Exploits) und sind doch nur die Spitze des Eisbergs: Die Bedrohungen werden immer intelligenter und variantenreicher. Unternehmen können sich mit herkömmlichen Mitteln wie Firewall und aktueller Antivirus-Software nicht mehr zuverlässig dagegen schützen. „Viele Unternehmen unterschätzen die Gefahren und tun zu wenig für die Risikovorsorge“, berichtet Axel Roscher aus IT-Sicherheitsaudits, die er als Leiter Qualitäts- und Prozessmanagement bei envia TEL regelmäßig in Unternehmen durchführt. „Nicht nur bei Datenverlust steht ein Geschäftsführer schnell persönlich in der Haftung“, so Roscher.

Stärkere Abhängigkeit von der IT und vom Netz: Fast alle relevanten Geschäftsprozesse erfordern eine immer stärkere Unterstützung der IT und eine jederzeitige Erreichbarkeit. Fällt bei einem Unternehmen mit Zweigstellen die zentrale IT aus oder ist die Datenverbindung nicht mehr verfügbar, ist der gesamte Betrieb lahmgelegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Brand, ein Hardwareausfall oder eine Schadsoftware die Ursache ist. Untersuchungen zeigen, dass 93 % der Unternehmen bereits nach einem 10-tägigen Ausfall ihres Rechenzentrums innerhalb der nächsten 12 Monate Insolvenz anmelden.

Bessere Vernetzung und Datensicherheit: Stichworte wie Digitalisierung, Cloud Computing, Big Data oder Industrie 4.0 verunsichern kleine und mittelständische Unternehmen zusätzlich. Der Trend geht hin zu einer immer stärkeren Vernetzung bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an die Datensicherheit. „Die schnelle und verlässliche Datenanbindung sowie die sichere Ablage der Daten werden als Basis heutiger Geschäftsprozesse häufig unterschätzt. Netz und Datacenter sind eine Einheit“, fasst Axel Roscher die Anforderungen zusammen.

Risiken bewerten und geeignete Lösungen finden

Roscher empfiehlt zunächst eine realistische Analyse der Risiken. „Ein guter Einstieg in das Thema ist ein gemeinsamer Workshop. Hier geht es beispielsweise darum, ob die IT-Strategie den Geschäftszielen gerecht wird, wie hoch das Ausfallrisiko ist, welche Anforderungen an die Verfügbarkeit, an den Datenschutz oder zur Zukunftssicherheit bestehen, und wie diese angemessen gelöst werden können.“

Der Aufwand für eine hochverfügbare und sichere IT-Infrastruktur ist einschließlich der notwendigen Experten sehr hoch und für viele Betriebe wirtschaftlich nicht umsetzbar. Risiken bei der Datenanbindung, Verfügbarkeit und Sicherheit des Rechenzentrums können oftmals besser durch einen spezialisierten Anbieter wie envia TEL abgesichert werden. envia TEL sorgt für die schnelle Datenanbindung und die Vernetzung beispielsweise verteilter Zweigstellen. Der Dienstleister betreibt in Taucha bei Leipzig außerdem einen der modernsten Datacenter-Standorte in Deutschland. Das Rechenzentrum erfüllt deutsche Datenschutzanforderungen und ist nach dem IT-Sicherheitsstandard ISO/IEC 27001 zertifiziert. Die Anlagen werden 24 Stunden pro Tag und an 365 Tagen im Jahr überwacht. Alle relevanten Infrastrukturkomponenten sind mehrfach ausgelegt und auch bei der physischen Sicherheit mit Klimatisierung, Brandschutz und Notfallarchitektur sind alle Anlagen auf dem neuesten Stand der Technik.

„Um die Infrastruktur eines Rechenzentrums sollte sich ein Unternehmen nicht ständig kümmern müssen. Sie soll funktionieren, die Unternehmensdaten sollen sicher und rund um die Uhr verfügbar sein“, benennt Axel Roscher die Anforderungen. Er betont, dass sich die IT durch einen Datacenter-Anbieter wie envia TEL besser und einfacher an den tatsächlichen Bedarf der Geschäftsprozesse ausrichten und ggf. auch kurzfristig anpassen lasse. „Außerdem kann envia TEL die Anlagen sehr wirtschaftlich betreiben und die Kosten auf eine Vielzahl von Anwendern verteilen“, so Roscher. Der Dienstleister aus Markkleeberg verfügt über umfangreiche Erfahrungen beim Betrieb kritischer Infrastrukturen, betreibt eigene Telekommunikationsnetze und sorgt auch für die sichere Vernetzung mehrerer Unternehmensstandorte.

Investitionen in den Breitbandausbau

envia TEL investiert in den kommenden Jahren rund 20 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Der Datacenter-Betreiber und Telekommunikationsdienstleister schließt rund 200 Gewerbestandorte bis 2018 an das Glasfasernetz an. Dazu zählen Gebiete in ganz Mitteldeutschland, vor allem in Sachsen sowie im südlichen Sachsen-Anhalt und Brandenburg, die von den leistungsfähigeren Telekommunikationsnetzen profitieren. In den letzten sieben Jahren hat envia TEL rund 350 Firmen in über 30 Gewerbegebieten an das Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen.

Das Breitbandnetz von envia TEL ist mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde im Up- und Downstream bereits auf die kommenden Anforderungen der Digitalisierung ausgerichtet. Das Netz umfasst rund 5.000 Kilometer Glasfaserkabel mit über 700 Netzanschlusspunkten.

Ansprechpartner

Romy Naumann-Kluge