Optimal vernetzt: Warum Unternehmen auf dem Land nicht nur von guter Luft profitieren

Momentan deutet alles auf eine weitere Verdichtung von Ballungsräumen hin; die Menschen zieht es zum Arbeiten nach wie vor in urbane Gegenden. Bund und Länder zeigen mit Initiativen wie der Fördermaßnahme Stadt-Land-Plus oder dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung ihr Bemühen, die Kluft zwischen Stadt und Land, so weit und nachhaltig es geht, zu überbrücken. Dabei gibt es eine ganze Reihe guter Argumente für einen Wechsel auf das Land. Wir gehen in diesem Blog-Beitrag der Frage auf den Grund, warum gerade ländliche Regionen für Gewerbetreibende und Arbeitnehmer attraktiv sein können. Und erklären, warum erfolgreiche Betriebe nicht mehr auf eine gute Netzanbindung verzichten können.
Idylle und gute Infrastruktur
Bessere Luft und weniger Lärm – so selbstverständlich diese Aspekte auch klingen mögen, das Leben auf dem Land ist in vielerlei Hinsicht ganz einfach entspannter. Der stetige Ausbau des Personennahverkehrs schafft zudem inzwischen in vielen Regionen eine bequeme Anbindung an die Ballungszentren. Moderne Mobilitätsangebote wie etwa On-Demand-Verkehre, also flexibel buchbare Fahrten, die meist per App bestellt werden, sorgen dafür, dass auch nach Feierabend und am Wochenende noch Fahrten ins Kino, ins Theater oder zur städtischen Partymeile möglich sind. Fakt ist: Eine gut ausgebaute Infrastruktur ist der Garant für eine optimale Mischung aus ländlicher Entspanntheit und der kulturellen Betriebsamkeit größerer Kommunen und Metropolen. Ein absolutes Top-Argument. Und das nicht nur für Arbeitnehmer mit Familie, sondern auch für jüngere Berufseinsteiger. Denn eine Studie des Marktforschungsunternehmen Appinio deutet darauf hin, dass insbesondere Mitarbeiter der jüngeren Generationen die Work-Life-Balance als sehr positiv wahrnehmen.
Klarer Pluspunkt: niedrige Immobilienpreise
Beim Blick auf den Preisindex für Gewerbeimmobilien wird klar: Aufgrund des massiven Preisanstiegs zwischen 2003 und 2023 sind Gewerbeimmobilien mehr denn je ein wichtiger Investitionsfaktor. Hier wartet der ländliche Raum unumstritten mit Vorteilen auf: Betriebs-, Lager- und Parkflächen sind grundsätzlich günstiger als in der Stadt, während die Anbindung an die Logistikinfrastruktur den städtischen Konditionen in der Regel um nichts nachsteht. In den Ballungsräumen ist Platz hingegen eine Ressource, die immer härter umkämpft wird. Die Folgen: Die Mietdifferenzen zwischen Stadt und Land werden nach wie vor größer – die städtischen Immobilienpreise schießen ins Grenzenlose. Vor diesem Hintergrund ist die Ansiedlung von Industrie oder Dienstleistung in ländlichen Gebieten aus strategischer und wirtschaftlicher Sicht durchaus eine tragfähige Entscheidung.
Datenübertragung ist Dreh- und Angelpunkt
Attraktive Wohn- und Versorgungskonditionen für Arbeitnehmer, niedrige Investitionskosten und eine gute Anbindung an Logistik- und Verkehrsnetze sind sicherlich drei zentrale Aspekte, die für einen Umzug oder die geschäftliche Ansiedelung in ländlichen Kommunen sprechen. Es gibt allerdings einen weiteren, ausgesprochen kritischen Faktor, mit dem Erfolg und Misserfolg einer Unternehmung fallen: die Qualität der Internetanbindung. Denn ob Stadt oder Land – heute ist jedes Unternehmen auf eine leistungsstarke und zuverlässige Datenübertragung angewiesen. Ein Blick auf aktuelle Daten aus den Veröffentlichungen der Bundesnetzagentur zeigt: Ende 2023 war der Anschluss mit 100 Mbit/s für über 93 % der Haushalte buchbar. Dennoch bestehen weiterhin digitale Versorgungslücken — insbesondere in ländlichen Regionen, wo die tatsächliche Netzanbindung, Leistung und Stabilität hinter der theoretischen Verfügbarkeit zurückbleiben können. Dass Deutschland mit diesem Status im internationalen Vergleich nur auf einem der letzten Ränge liegt, ist kaum verwunderlich. Dieser Status sollte aber gerade im Interesse des Stadt-Land-Ausgleiches und zur Förderung von Unternehmensansiedlungen außerhalb der Ballungszentren kein Zustand von Dauer sein.
Zukunftsfähige Wirtschaft durch Breitband auf dem Land
Um auch das Land wirtschaftlich fit für die Zukunft zu machen, setzt envia TEL einen klaren, strategischen Fokus auf den Ausbau von Glasfaserkapazitäten in ländlichen Regionen. Wir bauen unser rund 7 000 Kilometer langes, eigenes Glasfasernetz in Mitteldeutschland kontinuierlich aus. Damit erreichen wir mehr als 40 000 Firmen, die unter anderem in über 350 Gewerbegebieten in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ansässig sind. Damit können auch Unternehmen, die sich im ländlichen Raum ansiedeln, die ganze Bandbreite der digitalen Möglichkeiten nutzen – vom Arbeiten in der Cloud über moderne Unternehmenskommunikation bis hin zur smarten Vernetzung von Arbeitsplätzen und Industrie 4.0.