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envia TEL Blog

Ohne Glasfaserausbau wird Deutschland bei der Digitalisierung abgehängt

Nahaufnahme von Kabeln in den Farben Schwarz, Rot und Gelb

Deutschland ist nicht nur Exportweltmeister, sondern auch Europas größte Volkswirtschaft. Bei der digitalen Wettbewerbsfähigkeit ist die Bundesrepublik im internationalen Vergleich allerdings nur Mittelmaß. Das ergab ein aktuelles Ranking der Wirtschaftshochschule IMD. Grund dafür: eine mangelhafte technologische Infrastruktur und fehlende Investitionen in die Telekommunikation.

Im IMD World Digital Competitiveness Ranking 2025 belegt Deutschland Platz 18 von 69 Volkswirtschaften. Grund dafür: eine mangelhafte technologische Infrastruktur und fehlende Investitionen in die Telekommunikation. Gegenüber 2024 bedeutet das zwar eine leichte Verbesserung, ein Spitzenplatz bleibt aber weiterhin außer Reichweite. Während Deutschland im Bereich Future Readiness mit Platz 6 vergleichsweise stark abschneidet, zeigt sich insbesondere beim Faktor Technology weiterer Aufholbedarf. Hier liegt Deutschland nur auf Platz 20.

Entsprechend sieht der Branchenverband Bitkom erheblichen Handlungsbedarf. In einer Stellungnahme betont der Verband vor allem die Bedeutung von Investitionen in digitale Souveränität, den Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen, die Modernisierung der Verwaltung sowie die digitale Transformation von Wirtschaft und Bildung.

Es gibt noch viel zu tun

Gerade Letztere dürfte allerdings nicht von heute auf morgen umzusetzen sein. Zu weit hinkt der Glasfaserausbau nach wie vor in einigen Teilen Deutschlands hinterher. Das geht aus der aktuellen Studie des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zur Breitbandverfügbarkeit in Deutschland hervor. Demnach stieg die Datenübertragungsrate von 1000 Mbit/s über alle Technologien auf knapp 75 Prozent an. Dabei entscheidet vor allem der Standort über die Leistungsfähigkeit der vorhandenen Infrastruktur. Denn während in vielen urbanen Regionen die Gigabitverfügbarkeit bereits sehr hoch ist, liegen ländlich geprägte Bundesländer weiterhin spürbar zurück. Diese Unterschiede betreffen nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen und Gewerbegebiete. Gerade dort kann eine unzureichende Breitbandversorgung die digitale Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten ausbremsen.

Nachfrage nach hohen Bandbreiten steigt

Laut DIHK-Digitalisierungsumfrage 2025 sehen nur 73 Prozent der Unternehmen ihren Bedarf gedeckt. Vor allem in Branchen wie Gastgewerbe, Handel und Baugewerbe besteht weiterhin Nachholbedarf, auch bei Glasfaseranschlüssen.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) prognostiziert in seiner aktuellen Marktanalyse, dass das Glasfaserausbauziel bis 2030 sowohl bei Privatkunden als auch bei Unternehmen aufgrund politischer Rahmenbedingungen klar verfehlt wird.    

Den größten Teil dieser Anschlüsse realisierten der Analyse zufolge mit 6,2 Millionen alternative Netzbetreiber, zu denen auch envia TEL zählt. envia TEL baut ihr rund 7.000 Kilometer langes, eigenes Glasfasernetz in Mitteldeutschland nämlich kontinuierlich aus. Damit erreichen sie mehr als 40.000 Firmen, die unter anderem in über 350 Gewerbegebieten in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ansässig sind. Auch der BREKO-Präsident Norbert Westfal ist optimistisch: „Im letzten Jahr habe ich gesagt, dass der Glasfaserausbau Fahrt aufgenommen hat. Heute kann ich sagen: Wir haben den Ausbau nochmals deutlich beschleunigt und werden den Fuß auch auf dem Gaspedal behalten“. Allerdings seien schleppende Genehmigungsverfahren ein Nadelöhr für den Glasfaserausbau. „Ihre Beschleunigung und Digitalisierung muss vor Ort konsequent umgesetzt werden“, fordert deshalb der Verbandschef.

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